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Hamburg - oder: Wie die Welt auch sein könnte...

So. Es hat lange gedauert, sicherlich guckt hier schon keiner mehr vorbei, ist aber egal, ich schreib das eh in erster Linie für mich :-)!
Schöne Tage waren das in Hamburg... Matthias war das erste Mal da und von Anfang an verliebt in diese Stadt. Verständlich. Dann bei meiner Tante eingecheckt, nett unterhalten und ins Heiabettchen. Den nächsten Tag in Kultur gemacht, sprich: Hamburger Kunsthalle. In jedem Fall zu empfehlen, wenn man Zeit mitbringt, was wir glücklicherweise getan hatten. Dann zu Fuß an der Alster zurück nach Uhlenhorst. Meine Füße weinen immer noch :-)
Der zweite Tag sollte der Tag der Überwindungen werden. Heißt: Zunächst ab ans Millerntor / Neuer Kamp, um dort unsere EP "Eingemauert in Gedanken" abzugeben. Beim Grand Hotel van Cleef. Leider hatte ich vergessen, die aktuelle Adresse herauszufinden, am Neuen Kamp 25 wurden wir jedenfalls nicht fündig. Shit. Internetcafé. Gegoogelt. Gefunden. Neuer Kamp 32. Nunja, wenigstens in der Nähe. Die Klingel gab es. Kommentar: "Scheiße, da ist es wirklich...". Mut angeraucht. (Gibt es das?). Geklingelt, angefragt, ob man hereinkommen dürfe. Man durfte. Tja, und dann waren sie alle da. Simon empfing uns sehr freundlich an der Tür, Reimer und Marcus begrüßten uns ebenfalls sehr nett, Thees war beschäftigt. Marcus telefonierte gerade mit Olli, so erfuhren wir nebenbei noch, dass die Bright Eyes nun bei einem Major unterschrieben haben. Der große Moment: Abgabe des Demos. Recht unspektakulär, aber sehr nett. Ein leider viel zu schnelles "Tschüss" unsererseits, die wir viel lieber noch da geblieben wären. Gegenüber ins Knust gesetzt und erst einmal 3 Guiness getrunken, um wieder runter zu kommen. So konnten wir auch noch Marcus beim Müll wegbringen bewundern. Voll Groupie und so :-). Großartig.
Dann auf zum Kulturhaus 73, wo am Abend Bosse spielen sollte. Vor der Tür trafen wir Bosse, der uns doch tatsächlich wiedererkannte. Karten für ihn und für Spillsbury besorgt, beides preisgünstig in einer tollen Location, die ganz neu renoviert wurde. Dann endlich an den Hafen. Schweigen. Staunen. Begeisterung. Matthias hatte sich erneut verliebt. Leider hatten wir die Gitarre nicht dabei.
Abends dann Bosse, man hat das gerockt. Ca. 120 Besucher, gesteckt voll, 1a Stimmung und ein Bosse in Bestform. Und nach dem Konzert kam er zu uns und begrüßte uns fast schon wie Freunde. Leider waren wir latent angetrunken, schafften es aber dennoch, unser Demo an Bosse weiter zu geben, dessen Lächeln von einer ehrlichen Freude kündete. "Ich schreib euch hundertprozentig, ich hör gleich morgen rein"... Mit stolzgeschwellter Brust nach Hause und glücklich eingeschlafen. Was sollte nun noch besser werden?
Den nächsten Tag verbrachten wir in der (Speicher-)Stadt und an der Alster, mal etwas früher nach Hause, um gemütlich zu essen und zu quatschen.
Der letzte volle Tag sollte auch richtig ausgefüllt werden und das wurde er auch... Nach einem tollen Frühstück ging es erneut in die Stadt, einfach mal alle markanten Punkte der City abgrasen (irgendwie ist man ja doch noch sehr Touri :-)). Endlich kaufte Matthias mal etwas, begeistert zeigte und erklärte er die neu erworbene Doors-CD von Zweitausendeins. An die Alster gesetzt und dann ab in den Hamburg Dungeon. Teuer, aber absolut empfehlenswert, allerdings sollte man nicht zu viel Horror erwarten. Aber wirklich mit viel Liebe gemacht und von guten Schauspielern untermalt. So macht Stadtgeschichte Spaß... Sollte man mitnehmen.
Anschließend hieß es Abschied vom Hafen nehmen... mit einem Astra und einem Fischbrötchen wurde dies sehr stilvoll getan. Auf zu Spillsbury, deren Gig einfach umwerfend war (Höhepunkte waren "Jona", "Die Wahrheit" und ohne Frage "Raus!"). Unfassbar, wie man selbst in einem so kleinen Club wirklich gut abmischen kann... das war überzeugend... Leider viel zu kurz, da es wohl Beschwerden nach dem Bosse-Konzert gab... Scheiße und sehr, sehr schade. So ergab sich wenigstens die Möglichkeit, mit der wunderbaren Zoe zu reden, die uns sogar anbot, doch über myspace in Kontakt zu bleiben. Aber wie gerne wir das möchten. Ein Abend, der uns viel viel Mut gemacht hat und einer echt nette Bekanntschaft brachte. Leider wurde unser Vorschlag, doch einfach einen Akustikgitarren-Abend zu machen, nicht in die Tat umgesetzt, da die Band wohl auch viel zu frustriert war. Dennoch: toller Abend! Der noch nicht ganz zu Ende war, denn "auf ein Astra bleib ich noch" sollte der Spruch des Abends werden, der erst sehr spät (oder früh) auf dem Balkon meiner Tante und einem kleinen Gitarrenintermezzo besiegelt wurde.
Leider hieß es dann ab nach Hause... wir haben wenig geredet auf der Rückfahrt, da wir beide unseren Erinnerungen nachhingen und dafür Ruhe brauchten...
Dann trennten sich unsere Wege für 24 Stunden, aber dann heißt es wieder: Kettcar live :-) Wir freuen uns! Machts gut!
P.S.: Und zu Hause wartete tatsächlich eine Mail von Bosse auf uns... der Wahnsinn!

3 Kommentare 13.10.06 00:02, kommentieren

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